aktion leben erinnert zum Down-Syndrom-Tag an Kampagne www.contra-schadenersatz.at
Menschen mit Down-Syndrom sind von Pränataldiagnostik besonders betroffen. Denn das Down-Syndrom ist die häufigste Abweichung, die mittels Pränataldiagnostik gesucht – und gefunden wird. 50 Prozent aller auffälligen Befunde nach einer Fruchtwasseruntersuchung beinhalten diese Diagnose.
Es ist deshalb kein Wunder, dass viele Eltern von Menschen mit Down-Syndrom die Kampagne der aktion leben www.contra-schadenersatz.at unterstützen. Sie wollen nicht, dass ihre Kinder – direkt oder indirekt – als Schaden gesehen werden. Gleichzeitig fordern sie zu Recht, dass Kinder mit besonderem Förderbedarf mehr unterstützt werden – und zwar alle Kinder mit Behinderung. Mehr Unterstützung abseits des Schadenersatz-Rechts hätte für alle Eltern behinderter Kinder große Vorteile: Sie stünde allen Eltern zur Verfügung: ohne zu prozessieren, ohne behaupten zu müssen, sie hätten ihr Kind abgetrieben, gleichgültig, ob die Behinderung vorgeburtlich erkennbar war oder auch erst später entstanden ist.
Es gibt kein Recht auf ein gesundes Kind
„Es gibt kein Recht auf ein gesundes Kind“ schreibt beispielsweise Anna Wieser, Mutter von Fanny, die mit Down-Syndrom geboren wurde, auf www.contra-schadenersatz.at Unter dem Titel „Ersatz für genau welchen Schaden?“ bringt sie es auf den Punkt „Der Schaden liegt grad in seinem Bettchen und spielt mit seinen Zehen, läuft vielleicht schon, legt ein Puzzle, zählt bis zehn und ist irgend jemands Herzbinkerl …“ Sie resümiert weiters zum Thema Schaden: „die meisten Angehörigen von Kindern mit Down-Syndrom leben einen unbeschädigten Familien- und Arbeitsalltag. Menschen mit Down-Syndrom leiden nicht an ihrem Schaden, sondern an ihrer schadstoffreichen Umwelt.“
Er liebt das Leben – und wir ihn
Jeremias Mutter ist stolz, dass ihr Sohn Titelheld der Online-Kampagne von aktion leben ist. Sie hat auf www.contra-schadenersatz.at gepostet: „Und unser Jeri selber, würde erschrecken wenn ihm jemand sein Lebensrecht streitig machen würde. Er liebt das Leben. Und wir ihn.“
Auf www.contra-schadenersatz.at ein Zeichen setzen
Jeder, der/die möchte, dass es keinen Schadenersatz mehr gibt für die Geburt eines Menschen – und statt dessen mehr Unterstützung aller Kinder mit Behinderung und ihrer Familien – kann auf www.contra-schadenersatz.at seine/ihre Meinung posten und die Petiton der aktion leben online unterzeichnen.
Viele weitere Informationen, Meinungen, Stellungnahmen verschiedener Organisationen zum Gesetzesvorschlag von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und mehr finden Sie auf www.contra-schadenersatz.at.